Dates:
Di., 2. März 2027, 20:00–22:30
Lesungsankündigung „Sextextsextett“ Jürgen von der Lippe , Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist unter anderem Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera. Seine letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen», «Der König der Tiere», «Nudel im Wind» und «Sex ist wie Mehl» standen wochenlang auf der Bestsellerliste. Wie bei allen vorherigen 15 Büchern werden die Fans ihren Spaß haben und die Nichtfans die zahlreichen sprachlichen Finessen, interessanten Fakten, geistreichen Apercus übersehen, ob absichtlich oder aufgrund kognitiver Schwäche, und sich über die genitalreferentiellen Stellen entrüsten. Dazu bemerkte schon Goethe: Ein jeder hört nur das, was er versteht. Ansonsten halte ich es mit Schopenhauer: Wollust im Akt der Kopulation. Das ist es. Das ist das wahre Wesen und der Kern aller Dinge, das Ziel und Zweck alles Daseyns. Das ist der universelle menschliche Zustand: Wollen, vorübergehende Befriedigung, Langeweile, weiteres Wollen. Die Genitalien sind der eigentliche Brennpunkt des Willens. Drei Schopenhauer-Zitate, die ich jedem Kritiker um die Ohren haue, der mir vorwirft, genitalreferentielle Themen zu präferieren. So wie jetzt: Es fällt schwer, bei meinem neuen Buch nicht ins Schwärmen zu geraten. Sogar mir. Schon der Titel Sextextsextett, Zungen und Eisbrecher im Gespräch zugleich. Was verspricht er? Alles, was sie wollen und noch mehr: Viel Zeitgeist, der mal zeitlos dah...
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