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Im Zentrum von Devonas' künstlerischer und pädagogischer Arbeit steht eine grundlegende Überzeugung: Kunst ist Individualität. Nicht als Bekenntnis zur Beliebigkeit, sondern als präzise Aussage über die menschliche Verfassung. Devonas geht davon aus, dass jeder Mensch, egal wie gebildet oder reflektiert, in seiner je eigenen Wahrnehmung verhaftet bleibt. Absolute Objektivität ist dem Menschen strukturell nicht zugänglich. Die Wissenschaft nähert sich ihr durch Methode und Disziplin an, doch auch das bleibt eine unvollständige Annäherung, eine regulative Idee, kein erreichbares Ziel. Diese Erkenntnis ist für Devonas keine Niederlage, sondern der eigentliche Ausgangspunkt seiner Kunst. Denn genau dort, wo Objektivität endet, beginnt der kreative Prozess seine eigentliche Arbeit. Er vermag die Psyche eines Individuums in Tiefen zu führen, die weder durch Sprache noch durch Vernunft allein erschlossen werden können. Er durchbricht die Grenzen des kollektiven Alltagswissens, nicht durch Lautstärke oder Provokation, sondern durch Echtheit. Durch das Wagnis, das Ureigene sichtbar zu machen. Dieser Tiefgang ist für Devonas keine Selbstbeschäftigung. Er ist eine Form der Kommunikation, vielleicht die direkteste, die Menschen miteinander pflegen können. Nicht auf der Ebene des Konsenses, sondern dort, wo das noch Unerklärliche beginnt. Wo ein Bild, eine Form, eine Geste etwas berührt, das sich dem Allgemeinen entzieht und gleichzeitig universal ist. Eine Kultur, die diese individuellen Tiefgänge nach absolutistischen Massstäben bewertet, vergibt ihre eigentliche Chance. Sie bleibt an der Oberfläche. Für Devonas ist es die Aufgabe des Künstlers, sich zu bilden und die eigene Wahrnehmungsfähigkeit zu schärfen, aber nie auf Kosten des existenziellen Eigen...
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