Dates:
Fr., 3. Juli 2026–So., 8. Nov. 2026
In seiner künstlerischen Praxis nähert sich Michail Pirgelis dem Thema der Skulptur auf vielfältigen Ebenen. Seine Werke loten die Grenzen unseres Verständnisses von Objekten aus und erweitern die Erfahrung des Skulpturalen auf neuartige Weise. Der Künstler arbeitet mit vorgefundenem Material, welches er über die letzten 20 Jahre ausrangierten Passagierflugzeugen entnommen hat, die er überwiegend auf amerikanischen Flugzeugfriedhöfen in der Mojave-Wüste Kaliforniens und Nevadas findet. Dabei werden Fensterreihen, Flugzeugböden oder Außenwände aus Aluminium herausgeschnitten und im Kölner Atelier zu Wandarbeiten oder freistehenden Skulpturen weiterverarbeitet. Die einzelnen Teile bringen für den Künstler bestimmte Voraussetzungen mit, die aus strukturell-architektonischen Eigenschaften hervorgehen und mit denen Pirgelis in der Komposition arbeitet: geometrische Muster, menschliche Gebrauchsspuren wie Codes oder Markierungen ebenso wie Perforationen und Nieten. Auch Spuren von Abnutzung und Witterung, etwa durch Sonne oder Sandstürme, zeichnen sich auf den Oberflächen ab. Durch Abtragen, Schleifen und Polieren legt Pirgelis Details und Strukturen frei oder macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt. Gezielte Eingriffe und Fragmentierung ermöglichen ihm eine Transformation hin zur Abstraktion. „Mein Interesse gilt Materialien aus der Luftfahrt, aber eigentlich ist es vor allem die Suche nach authentischen Stoffen, die eine besondere Historie aufweisen, die mich antreibt. Es ist nicht mein Anliegen, den technischen Fortschritt zu kennzeichnen oder zu enthüllen. Vielmehr interessiert mich, den Zweck des Materials zu entfremden und auf eine andere Realität hinzuweisen.“ – Michail Pirgelis Aus seiner materialbasierten Praxis entwickelt Pirgelis ein...
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