Dates:
Sa., 19. Sept. 2026–So., 29. Nov. 2026
Im Kabinett des Museum Franz Gertsch zeigt die Schweizer Künstlerin Cécile Wick (*1954) aktuelle Werke überwiegend aus den letzten drei Jahren. Mit ihren Arbeiten auf Papier lotet die Grenzgängerin zwischen Fotografie, Malerei, Zeichnung und Druckgrafik die Möglichkeiten der von ihr verwendeten Medien aus. Die Kamera ist für Cécile Wick das Werkzeug, um Bilder zu erschaffen. Sie interessiert sich für das Bild als eigene, konstruierte Wirklichkeit, nicht für die Fotografie als ein Abbild von Wirklichkeit. Die Nutzung der druckgrafischen Medien ermöglicht ihr das Erzeugen von sinnlichen Oberflächen und Texturen, das Gestalten einer vielfältigen Farbe-Grau-Weiss-Skala und von tiefen Schwarztönen. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Foto und seiner glatten Oberfläche, seiner scheinbaren Objektivität, und ihrem freien Umgang mit unterschiedlichen Medien und digitalen Techniken gelingt der Künstlerin eine Annäherung an die Malerei. Ihre Motive findet Cécile Wick auf zahlreichen Reisen und Spaziergängen, die Landschaft ist ihr Thema: Berge, Inseln, Meer, Wald, Wasser- und Eisfälle, Gletscher, Schnee, Himmel, Wolken, Nebel, Steine, Zweige, Blätter, Blüten. In ihren Arbeiten tritt die Künstlerin in einen Dialog mit der Geschichte des Landschaftsbilds in der westlichen und fernöstlichen Kunst – es geht ihr nicht um spezifische Orte, der Ort ist nur der Anlass für ein neues Bild. In ihrer Wirkung sind diese Werke poetisch und kontemplativ. Die Betrachtenden scheinen der Ursprünglichkeit der Natur zu begegnen, Begriffe wie Schönheit und Erhabenheit liegen nahe. Es geht um Licht und Schatten, Blühen und Verblühen, um den Kreislauf von Leben und Tod. Die suggestive Weite und Leere, die Stille und Zeitlosigkeit der Naturstücke vermitteln eine verdi...
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