Dates:
Fr., 9. Okt. 2026, 19:00–23:59
Kolja Lessing hat sich der Wiederentdeckung und Rehabilitierung von Komponistinnen und Komponisten und deren Werken verschrieben, die zu Unrecht in Vergessenheit gerieten. Namen wie Franz von Holstein, Luise Adolpha Le Beau Joseph Haas, Heinrich Schalit und Mischa Spoliansky sind für ihn keine Unbekannten. Er nähert sich ihren Werken mit der gleichen Akribie und Wertschätzung an wie jenen von Persönlichkeiten wie Francis Poulenc oder Richard Strauss. Mit Richard Strauss „Auf stillen Waldespfaden“ begibt sich Lessing auf die erste Spur in Oberstdorf. Der traf sich hier 1926 mit seinem (einzigen!) Kompositionsschüler Hermann Bischoff, der seinen Urlaubs- zum Wohnort machen wollte und das „Schlössle“ am Burgstall erwarb, das der Komponist Franz von Holstein im Jahr 1874 erbauen ließ. Leider hat Bischoff keine Werke für Klaviersolo hinterlassen, dafür Franz von Holstein. Auch eine jüngst erst wieder vermehrt ins Bewusstsein gerückte Komponistin und Pianistin hat Spuren in Oberstdorf hinterlassen. Luise Adolpha Le Beau (1850-1927) beschreibt in ihren Lebenserinnerungen ihren Aufenthalt in Oberstdorf 1884 und ihre Begegnung mit der Witwe des Komponisten Franz von Holstein, Hedwig, die das „Schlösse“ zu einem allsommerlichen „Salon“-Treffpunkt umgestaltete. Von ihr wird das „Fantasiestück op. 1“ zu hören sein. Jetzt befindet sich das Publikum mitten in Oberstdorf und trifft auf einen Zeitgenossen Gertrud von le Forts: Joseph Haas, dessen „Praeconium“ op. 113 auf ihrem „Heiß´ uns willkommen, du schöne Stadt“ basiert. In diesem Konzert erzählt Lessing das „Hausmärchen op. 53“. Ein weiterer Besucher Oberstdorfs war Heinrich Schalit, Komponist, Organist und Musikpädagoge des 20. Jahrhunderts, der 1933 Deutschland verlassen musste und später in...
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