Dates:
Do., 29. Okt. 2026, 19:00–21:00
Noch heute gibt es zahlreiche Angehörige von Opfern der NS-„Euthanasie“ – und Menschen, die vermuten, dass ein Familienmitglied während des Nationalsozialismus in einer Anstalt ermordet wurde. Die Ereignisse der Vergangenheit wirken in vielen Familien bis heute nach. Sie hinterlassen Spuren: in Form von Schweigen, unbeantworteten Fragen, Unsicherheit, Scham, Trauer, Wut, Schuldgefühlen oder dem Gefühl, mit der eigenen Familiengeschichte allein zu sein. Der Abend lädt Angehörige, Interessierte und Suchende dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen familiäre Erfahrungen im Umgang mit der NS-„Euthanasie“: das Schweigen in den Familien, die Suche nach Informationen, Fragen nach Verantwortung und Erinnerung, aber auch die Gefühle, die mit solchen Recherchen und Erkenntnissen verbunden sein können. Die Veranstaltung bietet einen geschützten Raum für Austausch, Zuhören und gemeinsames Nachdenken darüber, wie die Verbrechen der NS-„Euthanasie“ bis heute in Familiengeschichten hineinwirken – und was es bedeuten kann, sich diesen Geschichten zu nähern. Die Veranstaltung findet im Behringersaal im Behringerhof, Johann-Sebastian-Bach-Platz 5 statt.
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